Jüdisches Berlin

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die exotische:

Sephardische Juden in Berlin

"MEIN VATER WAR PORTUGIESISCHER JUDE..."
Mit diesen Worten leitet die Salonière Henriette Herz ihre Lebenserinnerungen ein.

Zwischen 1492 und 1531 wurden Juden aus Spanien und Portugal (sephardische Juden) vertrieben, wo sie über Jahrhunderte mit Christen und Muslimen friedlich gelebt hatten.  Sie fanden Zuflucht im Mittelmeerraum, aber auch in Amsterdam und Antwerpen, ab dem 16. Jhdrt. auch in Norddeutschland. Einige verschlug es auf ihrem weiteren Weg auch nach Berlin. Als Minderheit innerhalb der jüdischen Minderheit wurden sie nicht zur Kenntnis genommen trotz der zahlreichen Spuren, die sie in der geistesgeschichtlichen und politischen Kultur sowie der Medizin hinterlassen haben. Kinder und Enkel sephardischer Juden sind u. a. Henriette Herz, Markus Herz und James Israel (Ärzte), Jeanette Schwerin, Heinrich Heine, Leopold Ullstein (Verleger), Rosa Luxemburg …

Durch die guten politischen Beziehungen zwischen dem osmanischen Reich – der heutigen Türkei – und dem Deutschen Reich kamen ab der 1890iger Jahren zahlreiche sephardische Juden aus dieser Region nach Berlin. Sie hatten eine eigene Synagoge und ein reiches soziales und kulturelles Leben.

Durch die Zuwanderung der Juden aus der ehemaligen Sowjetunion sind in den letzten 15 Jahren auch zahlreiche sephardische Juden nach Berlin gekommen. Vor einigen Jahren gründeten sie einen Minjan, der sich zum Beten und Lernen in einer Privatwohnung traf. Diese wurde zu klein. Im Frühling 2006 wurde deshalb als 8. Synagoge der jüdischen Gemeinde zu Berlin eine sephardische Synagoge eingeweiht.

Weitere Informationen und Buchung: info@berlin-juedisch.de
info@berlin-juedisch.de
Henriette Herz
sephardische Synagoge
Berlin 2006
Grabstein
James Israel
Sephardische Synagoge Berlin 2006
Grabstein James Israel
Henriette Herz