Jüdisches Berlin

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Jüdisches Leben rund um den Kollwitzplatz

jüdisches Leben im Prenzlauer Berg: Anfänge - DDR-Zeit - nach der Wende

Der Stadtbezirk Prenzlauer Berg erfreut sich heute großer Popularität. Vor allem die zahlreichen Restaurants und Cafés locken viele Besucherinnen und Besucher an. Auch wenn die Synagoge in der Rykestraße und der jüdischen Friedhof in der Schönhauser Allee in vielen Reiseführern Erwähnung finden, so ist doch kaum bekannt, dass Prenzlauer Berg vor 1933 ein Zentrum jüdischen Lebens in Berlin war und sich hier eine Vielzahl von Orten finden lassen, die davon zeugen. Aber auch zu DDR-Zeiten organisierte die sehr kleine Ost-Berliner Gemeinde in der Synagoge Rykestraße regelmäßig Gottesdienste und unterhielt eine koschere Fleischerei. Heute entwickelt sich in Prenzlauer Berg rund um die Ronald S. Lauder Foundation, die ihr Domizil im Vorderhaus der Synagoge gefunden hat, ein neues Zentrum orthodoxen jüdischen Lebens. Inzwischen gibt es sogar eine koschere Bäckerei in der Kastanienallee.

Der Rundgang macht mit der Vielfalt jüdischen Lebens in Vergangenheit und Gegenwart bekannt:

  • mit der Gemeindesynagoge in der Rykestraße und einigen Privatsynagogen unterschiedlicher Ausrichtung wie der Synagoge „Ahawas Zion“ oder der Liberalen Synagoge Norden

  • mit Bildungseinrichtungen wie der jüdischen Schule in der Rykestraße, den Auerbach’schen Waisenerziehungsanstalten, dem Kinderheim in der Fehrbelliner Straße und dem Waisenhaus des Frauenvereins von 1833 zum Besten israelitischer Waisenmädchen

  • mit Einrichtungen der jüdischen Sozialarbeit wie der 2. Altersversorgungsanstalt der Jüdischen Gemeinde, der Kleiderkammer und der Zweigstelle des Jugend- und Wohlfahrtsamtes der jüdischen Gemeinde

  • mit Persönlichkeiten, die in Prenzlauer Berg gelebt haben, wie dem Regisseur Ernst Lubitsch, Bertha Falkenberg, der Vorsitzenden des Jüdischen Frauenbundes in Berlin, Regina Jonas, der ersten Rabbinerin weltweit und Heinz Galinski, der über Jahrzehnte der Westberliner Gemeinde vorstand

  • mit dem jüdischen Friedhof in der Schönhauser Allee, dem restaurierten „Judengang“ und dem neu errichteten Lapidarium

mit Lara Daemmig

Weitere Informationen und Buchung: info@berlin-juedisch.de
info@berlin-juedisch.de
Grabsteine Schönhauser
Grabsteine Schönhauser
Judengang
Mauerrest Baruch Auerbachsches Waisenhaus
Synagoge Rykestrasse aussen
Synagoge Rykestrasse Innenraum
Mauerrest: Baruch
Auerbachsches Waisenhaus
Synagoge Rykestrasse
© R. Israel
Synagoge Rykestrasse Innenraum © R. Israel