Jüdisches Berlin |
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Durch die Diskriminierung, Ausgrenzung und Entrechtung veränderte sich das die Lebensbedingungen der jüdischen Berliner tiefgreifend. Jüdische Frauen mußten das Alltagsleben in vielen Bereichen ganz neu organisieren: Jüdischer Sozialarbeit versuchte in dieser Situation durch neue Initiativen und Programme zu helfen.---
Einzelne Frauenpersönlichkeiten repräsentieren das Handlungsspektrum jüdischer Frauen in der Zeit der nationalsozialistischen Verfolgung:
Recha Freier initiierte die Jugendalijah (Auswanderung) und verhalf mehr als 7000 Jugendlichen zur Flucht aus Nazi-Deutschland. Sala Kochmann war im Kommunistischen Jugendverband und in der Widerstandsgruppe um Herbert Baum aktiv. Inge Deutschkron überlebte im Versteck, weil ihr Otto Weidt und andere halfen. Mascha Kaléko emigrierte in die USA und schrieb später Gedichte über diese Zeit. Hanna Karminski leitete den jüdischen Frauenbund und blieb in Berlin bis zu ihrer Deportation. Stella K. arbeitete für die Gestapo als Spitzel und spürte versteckte Juden auf. Regina Jonas wurde 1935 als erste Frau der Welt zur Rabbinerin ordiniert und betreute jüdische Gemeinden, die verwaist waren.
Ingeborg Hunzinger hat in ihrer Skulptur zum Frauenprotest in der Rosenstraße viele dieser Situationen dargestellt und den nicht-jüdischen Frauen, die für ihre verhafteten jüdischen Männer demonstrierten, ein eindrucksvolles Denkmal gesetzt.

Die Führung kann mit einer Lesung verbunden werden.

