Jüdisches Berlin

Führungen und mehr...

Die jüdische Gemeinde zu Berlin hat zwei Mikwaot:

Joachimstaler Strasse 13

Neben der orthodoxen Synagoge befindet sich in der Joachimstaler Strasse eine Mikwe, die traditionell genutzt wird..
Das Wasser wird aus 42 m Tiefe heraufgepumpt.
Für die Nutzung dieser Mikwe nehmen Sie bitte Kontakt mit der Kultusverwaltung, Tel: 030 / 880 28 - 124 auf.

Oranienburger Strasse 29

Die Mikwe in der Oranienburger Strasse entspricht formal allen traditionellen Standards, das heißt sie ist koscher. Diese Mikwe wird genutzt von einem breiten Spektrum von Frauen aus allen Richtungen des Judentums. Neben den traditionellen Anlässen (vor der Hochzeit, Taharat ha Mischpacha, nach der Geburt) steht sie auch denen offen, die vor Schabbat oder Feiertagen untertauchen wollen.

In den letzten 20 Jahren haben jüdische Frauen neue Rituale entwickelt. Sie beziehen sich auf die Gestaltung von Lebensübergängen wie Brit Banot (Namensgebung von Mädchen), Menarche, Menopause und die Bewältigung von krisenhaften Ereignissen wie Genesung von schwerer Krankheit, Fehlgeburt, (sexuelle) Gewalterfahrung.

Eine feste Gruppe von ehrenamtlichen Frauen betreut diese Mikwe. Sie ist vor Rosch Chodesch und jüdischen Feiertagen regelmäßig geöffnet. Weitere Termine sind nach Absprache möglich. Interessierte Jüdinnen können Kontakt aufnehmen über mikwe@berlin-juedisch.de

Außerdem richtet das Lauder-Lehrhaus an seinem neuen Standort eine Mikwe ein. Auch im Chabad-Zentrum ist eine Mikwe geplant.

Während der „langen Nacht der Synagogen“, die jedes Jahr während der jüdischen Kulturtage stattfindet, werden in der Oranienburger-Strasse Mikwe-Führungen durchgeführt.

Was bedeutet rituelle Reinheit im Judentum?

Eine Mikwe für Feministinnen

Weitere Informationen und Buchung: info@berlin-juedisch.de
info@berlin-juedisch.de
MIKWE (Schild)
Mikwe in der Oranienburgerstrasse
Mikwe in der Oranienburger-
strasse
Foto: Susanna Rürup

Mikwe
(das rituelle Tauchbad)

Mikwe (Mz. Mikwaot) heißt "Ansammlung von Wasser". Ihr liegt das Konzept von „Tumah“ („unrein“) und „Tahara“ („rein“) zugrunde. Sie dient nicht der körperlichen Hygiene. Diese wird bei der Benutzung der Mikwe vorausgesetzt.