Jüdisches Berlin

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Unter dem Dach der Einheitsgemeinde gab es vor 1933 sechzehn Gemeindesynagogen; sieben hatten "alten Ritus" (orthodox) und neun den "neuen Ritus" (liberal).

Viele Synagogenvereine hatten eigene Synagogenräume und im Scheunenviertel, einem Armenquartier, gab es die "Stiblech", die Betstuben der zugewanderten Ostjuden. So gab es insgesamt mehr als 90 Orte, an denen regelmäßig gebetet wurde, wobei für die hohen Feiertage (jüdisches Neujahrsfest und Versöhnungstag) noch zusätzliche Räumlichkeiten angemietet werden mussten um genügend Plätze zur Verfügung stellen zu können.

Nach der Schoah wurde wieder auf das Modell der Einheitsgemeinde zurückgegriffen. Die jüdische Gemeinde hat heute (September 2006) etwas über 11.200 Mitglieder und Adass Jisroel 1.000 Mitglieder. Doch es leben in Berlin sehr viele Juden, die nicht der Gemeinde angehören.

Heute werden in 8 Synagogen der Einheitsgemeinde sowie in der orthodoxen Adass- Jisroel-Gemeinde regelmäßig Gottesdienste abgehalten:

  • Synagoge Joachimstaler Strasse 12 (orthodox)

  • Synagoge Pestalozzistrasse 14 – 16 (liberal)

  • Synagoge Fränkelufer 10 – 16 (konservativ)

  • Synagoge Herbartstrasse 26 (konservativ)

  • Synagoge Rykestrasse 53 (konservativ)

  • Synagoge Beit Or, Oranienburger Strasse 29 (liberal)

  • Synagoge Sukkat Schalom, Hüttenweg 45 (liberal)

  • Sephardische Synagoge Tiferet Israel, Passauer Strasse 4

  • Gemeinde Adass Jisroel,

Auch im Chabad-Zentrum und im Lauder-Lehrhaus finden regelmäßig Gottesdienste statt. Im Jüdischen Krankenhaus gibt es einen Synagogenraum, der gelegentlich genutzt wird. Auch in einer ehemaligen Privatsynagoge in der Brunnenstraße werden nach der Restaurierung wieder Gottesdienste stattfinden.

Wenn Sie einen jüdischen Gottesdienst besuchen wollen, finden Sie einen Vorbereitungstext im Synagogen-Survival-Guide.

Für weitere Fragen - auch für Gruppenanmeldungen - wenden Sie sich bitte an die Kultusabteilung der jüdischen Gemeinde Tel.: 030 / 880 28 – 124

Weitere Informationen und Buchung: info@berlin-juedisch.de
info@berlin-juedisch.de

Synagogen in Berlin

Die jüdische Gemeinde zu Berlin war und ist als Einheitsgemeinde organisiert. Dies geht auf eine Anordnung des Staates im 19. Jahrhundert zurück, der nur EINE jüdische Gemeinde in einer Stadt erlaubte. Die Aufgabe der Einheitsgemeinde besteht darin, die Infrastruktur für alle Juden – egal ob sie orthodox, liberal oder säkular sind – zur Verfügung zu stellen.